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      Meldung vom 09.02.2012

      SchulKinoWochen: Auftakt 2012 in Wolfsburg

      Der aktuelle Spielfilm "Kriegerin" stand im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung zu den 8. SchulKinoWochen Niedersachsen am 7. Februar 2012. Im CinemaxX Wolfsburg verfolgten 350 Schülerinnen und Schüler und weitere Gäste beeindruckt die Geschichte von Marisa, die als "Kriegerin" in einer Kleinstadt lebt und aktives Mitglied der Neonaziszene ist. Ihr rassistisches Weltbild gerät durch die Begegnung mit einem in der Illegalität lebenden afghanischen Flüchtlingsjungen ins Wanken. Doch ihr Ausstieg aus der Neonaziszene wird nicht akzeptiert. Nach dem Film wurde noch eine Stunde engagiert diskutiert.

      Johannes Repka, Komponist der Filmmusik zu "Kriegerin", schilderte seine persönlichen Empfindungen beim Umgang mit Neonazimusik. Er konnte auch sehr informativ viele Fragen aus dem Publikum beantworten. Karsten Ihle vom Bereich Schule der Stadt Wolfsburg machte den Schülerinnen und Schülern Mut, sich gegen Rassismus und für mehr Demokratie und Mitbestimmung zu engagieren. Baris Ikiz, Deutscher mit türkischen Eltern, schilderte anschaulich und unterhaltsam einige Beispiele der kleinen alltäglichen Anspielungen aus der Bevölkerung, mit denen er konfrontiert wird. Max Bergmann machte auf die historischen Unterschiede zwischen Skinheads und Neonazis aufmerksam, stellte aber auch fest, dass die Symbole der Szenen für Außenstehende kaum unterscheidbar sind.

      Baris Ikiz und Max Bergmann gehören zusammen mit Aysegül Ekinci, Lisa Sophie Linnemann und Jan Neumayer zum Team der Heinrich-Nordhoff Gesamtschule in Wolfsburg, die im Unterricht die Auftaktveranstaltung vorbereitet hatten. Ihr Engagement wurde durch einen kräftigen Schlussapplaus belohnt.

      Die Veranstalter, Michael Jahn von VISION KINO und Jörg Witte, Projektleiter der SchulKinoWochen Niedersachsen, freuten sich, beim Auftakt mit Thomas Schäffer, Geschäftsführer der nordmedia, Antje Höhl von der Staatskanzlei und Hans-Jürgen Gorsler vom Niedersächsischen Kultusministerium auch Vertreter der Förderer begrüßen zu können. Weitere Gäste kamen aus Goslar, Peine und anderen kooperierenden Städten. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Medienzentrum Wolfsburg.

      "Dieser starke Auftakt hat eindrucksvoll das Ziel der SchulKinoWochen umgesetzt, die Film- und Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern zu fördern", betonte Jörg Witte, der abschließend auf weitere moderierte Vorstellungen in anderen Städten und auf die Fortbildungen aufmerksam machte.

      Offiziell starten die SchulKinoWochen am 20.2.2012 in der Region Hannover, nordöstliches Niedersachsen. In der Woche vom 27.2. bis 2.3.2012 spielen die Kinos in der Region Osnabrück, Emsland, Ostfriesland. Vom 5. bis 9.3.2012 werden die Filme in der Region Oldenburg, Wilhelmshaven, Cuxhaven, Nordheide gezeigt. Den Abschluss bildet die Region Braunschweig, Harz, Göttingen, südwestliches Niedersachsen, Schaumburg vom 12. bis 16.3.2012. Insgesamt beteiligen sich 99 Kinos mit rund 130 Filmen. Der ermäßigte Eintrittspreis liegt bei 3 Euro.

      Die SchulKinoWochen sind ein Projekt von VISION KINO in Kooperation mit dem Film & Medienbüro Niedersachsen e.V. sowie weiteren Landespartnern und werden gefördert vom Niedersächsischen Kultusministerium, der Niedersächsischen Landesmedienanstalt und der nordmedia Fonds GmbH. Vision Kino ist eine Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek und der "Kino macht Schule GbR" und steht traditionell unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.
       
      Weitere Infos: www.schulkinowochen-nds.de 

      Diskussion über "Die Kriegerin" im CinemaxX Wolfsburg.

      Johannes Repka, Karsten Ihle, Max Bergmann und Baris Ikiz (v.li.). Fotos: www.kerstin-hehmann.de

      Meldung vom 09.02.2012