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      Meldung vom 29.03.2011

      SchulKinoWochen 2011: Rekord - Mehr als 81.500 Anmeldungen

      Die SchulKinoWochen Niedersachsen sind inzwischen bei vielen Lehrerinnen und Lehrern fest in die Unterrichtsplanung integriert: Allein in diesem Jahr meldeten sich rund 75.500 Schülerinnen und Schüler und mehr als 6.000 Lehrkräfte für den Unterricht im Kino an. Das ist neuer Rekord und eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 11 %.
      Vom 21. Februar bis 18. März 2011 wurden in 103 Kinos in 87 Städten und Gemeinden in 909 Vorstellungen 115 unterrichtsbezogene Filme für alle Altersstufen angeboten. Auf den Ostfriesischen Inseln Borkum, Juist und Wangerooge finden die SchulKino-Vorstellungen aufgrund örtlicher Gegebenheiten erst im April und Mai 2011 statt.  

      Vor dem Hintergrund rückläufiger Schülerzahlen in Niedersachsen wertet Projektleiter Jörg Witte das gestiegene Interesse der Schulen als großen Erfolg. Auch VISION KINO - Netzwerk für Film und Medienkompetenz und das Film & Medienbüro Niedersachsen e.V. als Veranstalter der 7. SchulKinoWochen freuen sich über die herausragende Akzeptanz des landesweiten filmpädagogischen Angebots.

      Erfolgreiche Filmveranstaltungen zum Thema Rassismus und Migration
      In 44 Sonderveranstaltungen in 21 Städten hatten über 3.500 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften die Möglichkeit, mit Regisseuren, Darstellern, Filmpädagogen, Wissenschaftlern und Politikern über ausgewählte Filme zu sprechen.
      Einen Schwerpunkt bildeten Kooperationsveranstaltungen mit WABE (Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage) in Verden, Achim, Hoya und Nienburg mit dem Film „Roots Germania“, an denen insgesamt fast 800 Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte teilnahmen. Regisseurin Mo Asumang stellte dort ihren sehr persönlichen Dokumentarfilm über Neonazis, Ahnenkult und die Gemeinsamkeiten zwischen Afrika und Deutschland vor. An den anschließenden Diskussionen nahmen neben den Schülern die jeweiligen Bürgermeister der Städte, die Bundestagsabgeordnete Katja Keul und weitere Gäste teil. Die Resonanz war durchweg positiv. In einigen Städten sind wegen des großen Interesses zusätzliche Veranstaltungen mit Mo Asumang geplant.

      Bei der zentralen Auftaktveranstaltung der SchulKinoWochen am 3. Februar 2011 in Verden stellte Regisseurin Insa Onken vor sechs Klassen ihren preisgekrönten
      Dokumentarfilm „Rich Brother“ über den Asylbewerber Ben vor. Die Veran-staltung wurde von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums am Wall in Verden vorbereitet und im Kino moderiert. „Rich Brother“ war auch Eröffnungsfilm der Goslarer Filmtage. Eine Klasse der BBS Baßgeige beschäftigte sich intensiv mit der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung und stellte Fragen an Regisseurin Insa Onken und den Boxtrainer Wolfgang Haring.

      Film- und Medienkompetenz als Lernziel
      Die SchulKinoWochen wurden in diesem Jahr zum vierten Mal im Rahmen einer Vereinbarung zwischen dem Kultusministerium und der Niedersächsischen Landesmedienanstalt zur Förderung der Medienkompetenz in den Schulen durchgeführt. Ziel ist, die Kompetenzen junger Menschen auf dem Gebiet der audiovisuellen Medien zu fördern.
      Zahlreiche Rückmeldungen aus den Schulen belegen die Akzeptanz des Projektes: „Der Film hat die Kinder sehr beeindruckt, sie wussten bei der Nachbereitung nahezu alle Ereignisse zu benennen. Ein SEHR gelungener Kino-Vormittag.“
      „Hauptschulklassen sind nicht immer einfach zu begeistern. Wir haben den Film "Friendship!" mit unseren 3 achten Klassen besucht. Die Schüler waren 90 Minuten lang tatsächlich mucksmäuschenstill und fanden den Film sehr gut! Vielen Dank.“
      Zur Vorbereitung auf den Kinobesuch erhielten die Lehrkräfte kostenlos pädagogisches Begleitmaterial zu den Filmen. Landesweit fanden bisher neun Fortbildungen für Lehrkräfte statt. Zwei weitere sind noch geplant.

      Schülerbeteiligung
      Das Engagement von Schülern bei der Planung und Durchführung der Kinobesuche fand bei den Veranstaltungen in Verden und Goslar große Resonanz. „Hier liegt noch Potential für die vertiefende Vermittlung von Filmkompetenz, das wir gerne stärker einbeziehen möchten“, so Projektleiter Jörg Witte. Er freut sich auch über den Anstieg der Anmeldungen höherer Klassen, ablesbar an den Besucherzahlen der Filme für diese Altersgruppe. Die Liste der meistgesehenen Filme wird angeführt von „Goethe!“ mit 6.480 Schülern, gefolgt von „vincent will meer“ mit 6.304. Dieser Film wurde im Sonderprogramm „Wissenschaftsjahr 2011 - Forschung für unsere Gesundheit“ zusammen mit weiteren vier Filmen gezeigt.

      Weitere Infos unter www.schulkinowochen-nds.de

      Projektträger und Förderer
      Die SchulKinoWochen sind ein Projekt von VISION KINO in Kooperation mit dem Film & Medienbüro Niedersachsen e.V. sowie weiteren Landespartnern und werden gefördert vom Niedersächsischen Kultusministerium, der Niedersächsischen Landesmedienanstalt und der nordmedia Fonds GmbH. VISION KINO ist eine Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek und der "Kino macht Schule GbR" und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff.
      Das Film & Medienbüro Niedersachsen e.V. organisiert die SchulKinoWochen und weitere filmkulturelle Projekte und vertritt die Interessen der unabhängigen Filmschaffenden in Niedersachsen.
       

      alle Fotos (c) Karl Maier

      Regisseurin Mo Asumang bei der Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Verden mit Bürgermeister Lutz Brockmann

      Lehrerfortbildung

      Meldung vom 29.03.2011