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      Meldung vom 25.11.2010

      Eltern-Lan-Party - ein Selbstversuch

      Eine LAN-Party ist ein Zusammenschluss von Computern, welche durch ein Netzwerk (Local Area Network, LAN) verbunden werden. Dort messen sich die Teilnehmer in Spielen, bei denen Taktik, Strategie und Geschick gefordert werden.

      Damit Eltern die Faszination und den Reiz, den diese Spiele für Kinder und Jugendliche haben, besser verstehen können, veranstaltet die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen, aber auch die Bundeszentrale für politische Bildung, LAN-Parties für Eltern. Eltern und pädagogische Fachkräfte können Spiele selbst ausprobieren, um eine Basis für die Auseinandersetzung mit ihren Kindern über Computerspiele und deren Wirkung zu haben.

      Mehr Menschen wollen Computerspiele spielen als angenommen. Vor mehreren Jahren wurde von der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen zum ersten Mal eine Lan-Party für Eltern angeboten und war sofort ein voller Erfolg. Eltern haben sich aus dem Bereich Computerspiele von Kindern und Jugendlichen entfernt und bekommen deshalb an diesem Abend einen ersten theoretischen und praktischen Überblick.

      Soweit die Theorie. Tatsächlich braucht man viel Zeit um die jeweiligen Spiele zu begreifen, wie ein kurzer Selbstversuch bei einer Eltern-Lan-Party der Landesstelle Jugendschutz zeigt. Ich bin ein „Grobmotoriker“ und einfach nicht schnell genug. Ich bin schon 2x erschossen worden, was mache ich falsch? Diese Frage stellt sich irgendwann zwangsläufig und wird von einem der Betreuer der Gamesession Hannover gerne beantwortet.

      Im Spiel ist man miteinander vernetzt und man sollte, um zu gewinnen mit seinen Mitspielern zusammenspielen. Mit dem Headset kann man sich untereinander verständigen, denn man sieht nicht das ganze Spielfeld, sondern hat nur einen Blickwinkel wie im wirklichen Leben. Es ist wichtig seine Mitspieler zu warnen: Vorsicht von hinten oder seitlich hinter dem Felsen, sitzt der Gegner. Entgegen allen Vorurteilen kann man auch nicht wahllos rumballern, weil man dann keine Munition mehr hat und dem Gegner ausgeliefert ist. Man muss Munition nachladen oder Waffen kaufen.

      Die erste Stunde ist im Flug vergangen. Kinder und Jugendliche machen in den Computerspielen „Urlaub“, tauchen ab in eine andere Welt. Erwachsenen geht es da nicht anders. Es gibt kaum Frustration, sondern schnelle Belohnung. Das Regelwerk ist verlässlich. Die Faszination kommt, wenn man die Spiele besser versteht und mit der Maus und der Tastatur eine gewisse Geschicklichkeit entwickelt hat. Die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen lässt sich nachvollziehen. Es ist so wie damals beim „Cowboy-und-Indianer-Spielen“.

      An dem Abend standen Spiele verschiedener Altersfreigaben und verschiedener Genres zur Verfügung. Und am meisten Spaß macht natürlich das Spiel, was man auf die Schnelle am Besten beherrscht, und das ist in meinem Fall Autorennen.

      Weitere Infos unter
      http://lanparties.jugendschutz-niedersachsen.de

      (kh & rk)

      Meldung vom 25.11.2010