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      Meldung vom 19.07.2022

      SchulKinoWochen Niedersachsen 2022 - Lehrkräfte loben Organisation und Themenauswahl

      Veranstalter der SchulKinoWochen Niedersachsen ziehen Bilanz

      Kurz vor den Sommerferien sind die diesjährigen SchulKinoWochen in Niedersachsen zu Ende gegangen. Sie fanden in einer Zeit statt, die durch viele Unsicherheiten bestimmt ist: Die Kinobranche muss nicht nur aufgrund der Pandemie große Herausforderungen meistern, auch gestiegene Lebenshaltungskosten und die weltpolitische Lage beeinflussen die Besucherzahlen, wie aktuelle Untersuchungen zeigen. Dennoch sind die Veranstalter VISION KINO und das Film & Medienbüro Niedersachsen insgesamt zufrieden. Mehr als 60.000 Schüler:innen und Lehrkräfte haben die SchulKinoWochen besucht. 86 Kinos in 75 Städten und Gemeinden nahmen teil, in zwei Orten fanden die Vorstellungen in Schulen statt. Es sind insgesamt 113 Filme gesehen worden. Der gefragteste Film war „Die Pfefferkörner und der Schatz der Tiefsee“ mit 5.600 Besucher:innen.

      Die Lehrkräfte hatten die Möglichkeit, eigene Filmwünsche zu äußern und mit ihren Klassen zusätzliche Vorstellungen zu besuchen. „Die Lehrerinnen und Lehrer ließen sich mit guten Empfehlungen überzeugen, waren aufgeschlossen und auch reisebereit“, sagt Jörg Witte, Projektleiter der SchulKinoWochen Niedersachsen. „Die Sehnsucht nach guten und geeigneten Kinofilmen wurde deutlich, besonders im Hinblick auf die entbehrungsreiche Zeit in den Lockdowns. Durch das 9-Euro-Ticket war es relativ kostengünstig, auch zu entfernteren Kinos zu fahren, um die gewünschten Vorstellungen zu besuchen.“

      Von Seiten der Lehrkräfte gab es viel positives Feedback, besonders im Hinblick auf die Reaktion der Schüler:innen: “Viele Eltern können sich so einen Besuch gar nicht leisten. Daher waren viele Kinder sehr aufgeregt und begeistert ins Kino gehen zu können.“ Auch für Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt hat sich der Besuch der SchulKinoWochen gelohnt, wie eine Lehrkraft berichtet: „Fast alle unsere Schüler:innen waren emotional sehr angesprochen. Es gab auch Tage später noch Fragen, Kommentare zu dem Film. Da wir eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen sind, ist da die altersangemessene aber dennoch intellektuell verständliche Auswahl des Themas eher schwierig. Aus diesem Grunde scheint das dieses Mal gelungen.“

      Kinovorführungen mit Rahmenprogramm
      24 Vorstellungen wurden von interessanten Gästen und Moderator:innen durch spezielle Einführungen und Filmgespräche begleitet. An diesen Sonderveranstaltungen nahmen 1.793 Schüler:innen mit ihren Lehrkräften teil. Unter den Gästen waren Hauke Wendler (Regisseur von „Monobloc“), Walter Sittler (Produzent von „199 kleine Held:innen“ und „Nicht ohne uns“), Sigrid Klausmann (Regisseurin von „199 kleine Held:innen“ und „Nicht ohne uns“), Valentin Riedl (Regisseur von „Lost in Face“) und Carlotta (Künstlerin und Protagonistin in „Lost in Face“). Zu der Vorführung des Films „Sorry we missed you“ kam als Experte Thomas Warner, Fachbereichsleiter von ver.di Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bremen für Postdienste, Speditionen und Logistik ins Kino, um lange mit den Schüler:innen über den gezeigten Film und das Thema „Arbeitsverhältnisse“ zu diskutieren.

      Eröffnung in Emden
      Offiziell gestartet sind die SchulKinoWochen 2022 im Rahmen des Internationalen Filmfestivals Emden-Norderney am 8. Juni 2022 mit dem Film „Toubab“. An der Eröffnungsveranstaltung nahmen Schüler:innen der IGS Emden teil. Grußworte kamen von Rolf Eckardt (Filmfest Emden-Norderney), Thomas Schäffer (Geschäftsführer nordmedia), Gabriele Blome (Vision Kino) sowie vom Niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne, der sich per Video an das Publikum richtete.

      Fortbildungen für Lehrkräfte
      Bereits im Herbst 2021 und im Frühjahr 2022 fanden zehn Online-Fortbildungen für Lehrer:innen zum Thema „Film im Fremdsprachenunterricht“ statt. Diese Fortbildungen zum Zentralabitur Französisch entstanden in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für regionale Lehrkräftefortbildung der Universität Vechta, der Lehrkräftefortbildung der Leibniz Universität Hannover und dem Kompetenzzentrum für Lehrer(innen)fortbildung Bad Bederkesa. Es nahmen 261 Lehrkräfte teil.

      Im Herbst 2021 fand zudem der Fachtag zum „Film op Platt“ in Rechtern (Barnstorf) statt. Zahlreiche plattdeutsche Filme und Filmprojekte wurden in Zusammenarbeit mit dem Verein „Platt und Friesisch in der Schule“ und der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung vorgestellt. Alle Teilnehmer:innen waren sich einig, dass plattdeutsche Filme in den SchulKinoWochen, in der Filmbildung und im Unterricht eine stärkere Präsenz brauchen.

      Über die SchulKinoWochen
      Die SchulKinoWochen Niedersachsen werden veranstaltet von VISION KINO – Netzwerk für Film und Medienkompetenz in Kooperation mit dem Film & Medienbüro Niedersachsen e.V. sowie weiteren Landespartnern. Unterstützt und gefördert werden sie vom Niedersächsischen Kultusministerium, der Niedersächsischen Landesmedienanstalt und der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH. VISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der Kino macht Schule GbR, bestehend aus dem Verband der Filmverleiher e.V., dem HDF Kino e.V., der Arbeitsgemeinschaft Kino • Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. Die Schirmherrschaft über VISION KINO hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.

      Die nächsten SchulKinoWochen finden in Niedersachsen vom 2. – 15. März 2023 statt.

       www.schulkinowochen-nds.de

      Kurz vor der Eröffnung der SchulKinoWochen (v. links nach rechts): Gabriele Blome, Vision Kino, Jörg Witte und Dorothee Maack, SchulKinoWochen, Rolf Eckard, Internationales Filmfest Emden-Norderney, Thomas Schäffer, nordmedia, Katja Martin und Stefan Lange, SchulKinoWochen. Foto: Kerstin Hehmann

      Aufführung von "Je suis Karl" im Capitol Walsrode, moderiert von Sebastian Ramnitz. Foto: Jörg Witte.

      Meldung vom 19.07.2022