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      Meldung vom 06.02.2018

      LJS: Prävention gegen Cyber-Mobbing

      Die Landesstelle Jugendschutz hat Methoden und Materialien für die Präventionsarbeit zu Cyber-Mobbing erarbeitet. Das Konzept wird in Schulklassen und in der außerschulischen Arbeit eingesetzt. Zielgruppe sind Mädchen und Jungen zwischen 12 und 16 Jahren.

      Für die Projekttage kommen Teamerinnen und Teamer der LJS in die Einrichtung. In Schulen ist ein Zeitrahmen von sechs Unterrichtsstunden vorgesehen. Das Projekt findet in der Regel im Klassenverband statt. Die Workshops in der außerschulischen Arbeit können individuell vereinbart werden.

      Das Phänomen Cyber-Mobbing
      Das Internet ist aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken, als Informationsquelle ebenso wenig wie als Kommunikationsbasis. Gleichzeitig bieten soziale Netzwerke viele Gelegenheiten für Gemeinheiten, Schikane und Gewalt. Einschlägige Untersuchungen kommen zu der Einschätzung, dass mehr als ein Drittel aller Jugendlichen bereits Erfahrungen mit Cyber-Mobbing haben, entweder weil sie selbst Attacken erleben oder weil sie solche Angriffe im Freundeskreis mitbekommen haben.

      Was ist neu?
      Andere lächerlich zu machen oder zu demütigen, ist natürlich kein grundsätzlich neues Phänomen. Mobbing, also das Ausspielen von Machtpositionen, massive Feindseligkeiten und Ausgrenzung, gab es immer schon. Wirklich neu an Cyber-Mobbing sind die Verbreitungsgeschwindigkeit und der Wirkungsradius. Wer auf dem Schulhof gemobbt wird, kann – vielleicht – weggehen und ausweichen. Es gibt – hoffentlich – Lebensbereiche, in die das Mobbing nicht eindringt: die Familie, Freundschaften, die Clique, die Freizeit.

      Cyber-Mobbing dagegen endet nicht an der Schultür, die Attacken und Demütigungen kommen rund um die Uhr. Und das Publikum ist riesig: Wenn die Attacken bei WhatsApp oder auf anderen Online-Kanälen stattfinden, können die demütigenden Inhalte von vielen Usern gesehen und weiter verbreitet werden.

      Und die Folgen?
      Nicht jeder verbale Ausrutscher, nicht jedes unschöne oder peinliche Bild ist ein zielgerichteter Cyber- Mobbing-Akt. Zu Mobbing gehört die böse Absicht. Aber im Internet kann auch ein einziger gehässiger Kommentar oder ein einzelnes gedankenlos gepostetes Bild unangenehme Folgen für die Betroffenen haben. Das Internet vergisst nichts, so können auch einmalige Fehlgriffe lange nachwirken.

      Wie bei anderen Jugendschutzthemen besteht ein Teil des Problems darin, dass einigen Kindern und Jugendlichen die Orientierungen dafür fehlen, welche Formen von Kommunikation angemessen sind und wo die Grenze zu Gemeinheit oder Gewalt überschritten wird. Das Projekt der LJS soll dazu beitragen, solche Grenzen zu erkennen und einzuhalten. Ziel des Projekts ist vor allem die Sensibilisierung der Jugendlichen für die Folgen von Cyber- Mobbing. Weitere Schwerpunkte sind die Vermittlung von Wissen zu Selbstschutz im Netz und der Ermutigung zu couragiertem Verhalten in Mobbing-Situationen und gegenüber Betroffenen.

      Kosten und Organisation
      Das Projekt wird vom niedersächsischen Sozialministerium gefördert. Darüber hinaus ist eine Kostenbeteiligung von 100,- € für jeden Projekttag/Workshop erforderlich. In der Regel können max. zwei Projekttage pro Schule bzw. pro Einrichtung anbieten. Teilnehmen können Klassen oder Jugendgruppen.

      Weiter Infos unter: cyber-mobbing.jugendschutzniedersachsen. de

      Meldung vom 06.02.2018

      LJS: Prävention gegen Cyber-Mobbing