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      Meldung vom 08.11.2018

      Die Medienanstalten: Traditionelle Medien büßen weiter an Relevanz für die Meinungsbildung ein

      Die neueste Ausgabe des Medienvielfaltsmonitors der Medienanstalten zeigt, dass das Fernsehen weiterhin zwar die größte Bedeutung für die Meinungsbildung in Deutschland hat. Im Fünfjahrestrend geht die Relevanz klassischer Medien jedoch deutlich zurück. Das Gewicht des Fernsehens für die Meinungsbildung der Deutschen sinkt im Langzeittrend von 36,9% in 2013 auf nur noch 33,3% im ersten Halbjahr 2018.

      Noch stärker büßten nur die Tageszeitungen an Bedeutung ein, deren Meinungsbildungsgewicht im selben Zeitraum von 22,7% auf 18,7% sank. Großer Gewinner dieser Entwicklung ist das Internet. Sein Gewicht für die Meinungsbildung stieg von 17,9% auf 26,7%. Bei 14- bis 29-Jährigen liegt das gemessene Meinungsbildungsgewicht des Internets mit 53,6% mehr als doppelt so hoch wie im Bevölkerungsdurchschnitt.

      Im gattungsübergreifenden Meinungsmarkt liegt das Programm des ZDF mit einem Marktanteil von 4,8% klar vorne. ARD/Das Erste mit 4,1% und die Bild-Zeitung mit 4% folgen auf den Plätzen zwei und drei. Bei den Medienkonzernen hat die ARD wegen ihrer dominanten Stellung im Hörfunk-Markt mit 21,8% die Nase klar vorne, vor Bertelsmann (11,3%) und dem ZDF (8,1%).

      Im Trend verlieren Bertelsmann und ProSiebenSat.1 seit 2015 die meisten Anteile. Erstmals wurde bei dieser seit 2012 durchgeführten Auswertung auch die Bedeutung der einzelnen Medien für die Meinungsbildung zu lokalen und regionalen Themen erfasst. Dabei zeigt sich, dass für diese lokale/regionale Meinungsbildung das Fernsehen mit 14,6% ein deutlich niedrigeres Gewicht hat als für die allgemeine Meinungsbildung zum Geschehen in Deutschland und aller Welt (33,3%). Sowohl das Radio mit 22,8% als auch das Internet mit 25,5% verfügen über eine deutlich höhere Relevanz für die Meinungsbildung zu lokalen und regionalen Themen.

      Die einflussreichste Mediengattung für die lokale/regionale Meinungsbildung ist die Tageszeitungen mit einem Gewicht von 32,1%.Der Medienvielfaltsmonitor ermittelt das Gewicht der Medien für die Informations- und Meinungsbildung und gibt Aufschluss über die (quantitative) Meinungsmacht der Medienkonzerne. Er kombiniert die Anteils- und Beteiligungsverhältnisse einzelner Medienunternehmen mit den Daten der im Markt anerkannten Reichweitenstudien und den Ergebnissen der Mediengewichtungsstudie, einer von den Medienanstalten beauftragten bevölkerungsrepräsentativen Studie zum Meinungsbildungsgewicht der Mediengattungen von Kantar TNS.

      Die Detailergebnisse des Medienvielfaltsmonitors I/2018 finden Sie unter: www.medienvielfaltsmonitor.de

      Quelle: Pressemitteilungen die medienanstalten | 12/2018 | 08.11.2018

      Meldung vom 08.11.2018