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      Meldung vom 06.12.2017

      up-and-coming ehrt beste NachwuchsfilmerInnen

      Deutscher Nachwuchsfilmpreis und weitere Auszeichnungen vergeben:

      Mit der Verleihung des Deutschen Nachwuchsfilmpreises, des Bundes-Schülerfilm-Preises und des International Young Film Makers Awards ging das 14. Internationale Film FestivalHannover zu Ende. Die GewinnerInnen des Deutschen Nachwuchsfilmpreises, des Bundes-Schülerfilm-Preises und des International Young Film Makers Awards stehen fest.

      Mit der feierlichen Verleihung der FilmKometen genannten Auszeichnungen im Kulturzentrum Pavillon ging das 14. Internationale Film Festival Hannover up-and-coming 2017 zu Ende. Am Wettbewerb um die von Deutschlands größtem Nachwuchs-Filmfestival ausgelobten Preise beteiligten sich junge FilmemacherInnen aus 54 Ländern; insgesamt wurden in diesem Jahr 3.007 Filme eingereicht. Das 15. Internationale Film Festival Hannover findet 2019 statt.

      Der Deutsche Nachwuchsfilmpreis ging an "Artist Talk" von Bela Brillowska und Rudi Zylka (*2004) aus Hamburg, an "Am Tag die Sterne" von Simon Schneckenburger (*1990) aus Freiburg und an "Blake" von Shamila Lengsfeld (*1990) aus Köln. Die Entscheidung, wer eine der drei Auszeichnungen erhalten solle, sei außerordentlich schwer gewesen, so die Juror*innen, die bis tief in die Nacht diskutiert und beraten hatten. Deshalb sprachen sie insgesamt fünf lobende Erwähungen aus: für "Bug City" von Andreas Weber, "Detailverliebt" von Joschua Keßler, "Ostkaktus" von Johanna Ziemer und David Vagt sowie für "Marvin und Lena" von Tanja Hurrle und "Youme knows what meyou wants" von Mona Keil.

      Die 12jährige Bela Brillowska mache sich gemeinsam mit dem ihrem Cousin Rudi Zylka gekonnt über ihre Familie und gleichzeitig über den modernen Kunstbetrieb lustig, so die JurorInnen. Ihre Mockumentary "Artist Talk" überzeuge mit respekt- und furchtlosem Humor und einer originellen Umsetzung. Mut habe auch "Blake"-Macherin Shamila Lengsfeld bewiesen: Ihr Film repräsentiere ein Genre, das hierzulande im Grunde (noch) gar nicht existiere: Superhelden-Kino. Shamila setze nicht nur gekonnt auf aus den amerikanischen Vorbildern bekannte Effekte, sondern spiele auch doppelbödig mit Gender-Rollen. "Am Tag die Sterne"-Regisseur Simon Schneckenburger begeisterte die Jury mit seiner erzählerischen Kraft und seinem speziellen Blick auf ein in der Realität verortetes Sujet. Seine Abschlussarbeit (Hochschule Offenburg) sei gekonnt inszeniert, hervorragend besetzt und filmisch wie technisch überzeugend, so die Juror*innen: "Das alles zeichnet dieses berührende und packende Drama aus."

      Der Deutsche Nachwuchsfilmpreis wird drei Mal vergeben. Die Auszeichnungen sind gleichwertig und mit jeweils 2.000 Euro dotiert; Preisstifter ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Der Preis ist außerdem mit einer zweijährigen Produzentenpatenschaft verbunden. Die Patenschaften 2017 übernahmen Thomas Kufus (zero one film), Maximilian Leo (augenschein filmproduktion) und Kristina Löbbert (Pantaleon Films).

      Bundes-Schülerfilm-Preis 2017 geht nach Überlingen
      Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1.000 Euro dotierten Bundes-Schülerfilm-Preis wurden Zoë Steingaß (*1998) von der Freien Waldorfschule Überlingen und ihr Film "TAGIIR" geehrt. "TAGIIR" überzeugte die Jury nicht nur aufgrund seines aktuellen Themas (die Freundschaft zwischen dem syrischen Flüchtling Faris und dem deutschen Philip) das "professionell und eindringlich im politischen Kontext erzählt wird", sondern entwickele auch glaubwürdige Charaktere und verzichte dabei erfreulicherweise auf den erhobenen Zeigefinger.

      International Young Film Makers Award für Filme aus den USA, der Schweiz und Indien

      Der International Young Film Makers Award ging an Jiwon Choi (*1991) aus den USA für "PARALLEL", an Lisa Gertsch (*1992) aus der Schweiz für "Fast alles" sowie an Priya Naresh (*1992) aus Indien für "Barsaati".

      "PARALLEL" sei eine eigenwillige Collage, ein Film in dem Macherin Jiwon Choi eine neue Sprache annehme, um über grundlegende politische und kulturelle Themen, die ihr Heimatland Südkorea betreffen, nachzudenken, so die Jury. An Lisa Gertschs "Fast Alles" beeindruckte die Juror*innen vor allem, wie selbstbewusst sich der Film einem dramatischen Thema, der Demenz, annähere: mit großer Sensibilität, Leichtigkeit und Humor. "Barsaati" von Priya Naresh hingegen sei ein hypnotisches Stück filmischer Poesie. Lobend erwähnte die Jury zudem "Drakskogen" (Drachenwald) von Richard Bjurström (*2009) aus Schweden: Sein Kurzfilm sei schlicht "entwaffnend".

      Der International Young Film Makers Award ist nicht dotiert, geht jedoch mit der Aufnahme in das von up-and-coming initiierte Netzwerk MASTERCLASSfilm einher.

      Zum zweiten Mal nach 2015 beteiligten sich auch deutsche Auslandsschulen am Internationalen Film Festival Hannover. Im Rahmen des Sonderprogramms europafilmt! traten SchülerInnen aus Dublin, Genf, Genua, Helsinki, Kopenhagen, Oslo, Prag, Stockholm und Rom in einem filmischen Wettstreit gegeneinander an. Bereits am Samstag wurden die besten internationalen Schülerfilmproduktionen mit dem EUFIX 2017 geehrt. Der EUFIX ist ein reiner Ehrenpreis und ging an "In my life" von Schüler*innen der Deutschen Auslandsschule in Prag, an "British King vs. Donald Trump" aus Dublin und an "Scarecrow" aus Stockholm.

      Weitere Infos unter: <link http: www.up-and-coming.de _blank external-link-new-window einen internen link im aktuellen>www.up-and-coming.de

      Meldung vom 06.12.2017