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      Meldung vom 20.07.2017

      Stiftung Warentest und jugendschutz.net testen Spiele-Apps

      Urteil: mangelhaft!

      Apps sind oft teuer und der Daten- und der Kinderschutz sind häufig inakzeptabel. Das sind zentrale Ergebnisse der gemeinsamen Untersuchung von Stiftung Warentest und jugendschutz.net. Zusammen haben sie überwiegend kostenlos angebotene Smartphone-Spiele für Kinder auf Kinderschutz und Verbraucherfallen unter die Lupe genommen.

      Fazit: Auch Gratis-Apps können sehr teuer werden – oft hapert es am Daten- und am Kinderschutz

      Hinter dem Spielspaß steht ein einträgliches Geschäftsmodell: Im Jahr 2016 brachten Spiele-Apps in Deutschland einen Umsatz von fast 410 Millionen Euro. Nur 17 Millionen davon stammen aus dem Verkauf der Apps. Den großen Rest verdienen die Anbieter später – unter anderem mit Käufen, die Nutzer während des Spiels tätigen.

      Viele Apps verleiten subtil oder drängen sogar plump zum Geld­ausgeben. Sie werden oft irreführend als „Free to Play“ – also kostenlos – beworben. Der Trick: Viele Apps sind so programmiert, dass Spieler zunächst in kurzer Zeit große Fortschritte erzielen, dann aber ohne zusätzliches Spielgeld oder neue virtuelle Rohstoffe bisweilen stagnieren. Die Spieler können abwarten und leiden – oder die Ressourcen für harte Euro im App- oder Playstore erwerben und vorankommen. Kosten und Nutzen sind oft ausgesprochen intransparent. Ein Passwortschutz kann spontane Käufe der Kinder verhindern.

      Apps senden weltweit

      Nur 8 der 50 getesteten Apps unterliegen dem vergleichsweise strengen deutschen Recht beim Datenschutz. Die meisten sammeln Daten der Spieler, oft auch Informationen, die für das Spiel nicht notwendig sind. Etliche Apps kontaktieren mehrere Werbenetzwerke zugleich, teilweise schon beim ersten Start. Viele Spiele-Apps senden Details von der Nutzungsstatistik über den Mobilfunkanbieter bis zu Infos, mit denen die Telefone identifiziert werden können. Datensammler können sich so ein ziemlich genaues Bild von den Spielern machen.

      Das bietet der test-Artikel

      Bewertungen zu 50 bekannten Spiele-Apps von Action bis Geduld­spiel, von Bubble Witch und Candy Crush über Hay Day und Fifa Mobile Fußball bis Minecraft und Pokémon Go.

      Ein Interview mit dem Medienwissenschaftler Dr. Marc Urlen, der sich von Berufs wegen mit Spiele-Apps auseinandersetzt und erklärt, was von festen Medienzeiten zu halten ist – und was Eltern tun können, um ihre Kinder zu schützen: Wie sie ihnen Medienkompetenz vermitteln und vermeiden, dass sie ständig zum Smartphone greifen.

      Konkrete Anleitungen, wie Eltern Kindersicherungen und Passwort­schutz für In-App-Käufe einrichten können. Bei Android funktioniert das über den Google Play Store, bei iOS über die Einstellungen des Betriebssystems.

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      Meldung vom 20.07.2017