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      Meldung vom 19.01.2016

      Schau hin! Medienfasten

      Medienfasten-Challenge mit Youtube-Star Fabian Siegismund als „Walking Dad“ – Start des gemeinsamen Webvideo-Formats

      Oft vor der Glotze, das Smartphone im Dauerbetrieb, aber das Gefühl, zu wenig Zeit für Familie, Freunde und Hobbys zu haben? Die Fastenzeit kann ein guter Anlass sein, in der Familie eine digitale Auszeit zu nehmen, rät SCHAU HIN!, der Medienratgeber für Familien. Der Youtube-Star Fabian Siegismund ruft in seinem neuen mit SCHAU HIN! entwickelten Format „The Walking Dad“ nun zum Medienfasten auf.

      Fabian Siegismund stellt sich als „Walking Dad“ Fragen zu der Medienerziehung seiner beiden Kinder, während er unterwegs ist, um diese von der Schule abzuholen. In seiner ersten Folge widmet er sich dem „Medienfasten“: <link https: www.youtube.com _blank external-link-new-window einen externen link in einem neuen>

      www.youtube.com/watch

      .

      Als begeisterter „Web-Video-Medienfuzzi“ kann er die Faszination seiner Kinder gut nachvollziehen, ist aber nicht immer das beste Vorbild: „So sehr ich die Begeisterung für digitale Medien mit meinen Kindern teile – die Frage, wie man Kindern den richtigen Umgang mit Medien beibringt, war noch nie so schwierig und gleichzeitig so wichtig wie heute. Wenn für meine Kinder die Lektion ist, dass der Vater immer am Telefon hängt, habe ich auf jeden Fall etwas falsch gemacht“. Hierzu vergleicht die Medienwelt von damals mit der von heute: früher Fernseher im Bauernschrank, heute unendliche Vielfalt, alles immer und on demand: „Wenn meine Kinder Minecraft sehen möchten, kann ich denen den Gronkh anmachen und die sehen Let's Plays bis zum Abi - ob sie dann noch Abi machen, ist dann natürlich wieder eine andere Frage“. Am Ende schlägt er seiner Community eine Challenge vor: Am Mittwochabend mal keine Medien zu nutzen und davon am nächsten Tag zu berichten. Im Kommentarvideo am Sonntag geht er darauf ein. Jeden zweiten Freitag wird eine neue Folge veröffentlicht, in der er sich etwa mit der Faszination von Let’s Plays, der Sicherung mobiler Geräte, Kinderbildern im Netz und dem Schutz der Privatsphäre beschäftigt.

      Laut der aktuellen KIM-Studie vereinbaren vier von fünf Familien medienfreie Zeiten, zum Beispiel während der Hausaufgaben oder beim Essen. „Nicht nur Eltern fragen sich, ob sie mit Medien zu viel Zeit verbringen. Auch Heranwachsende kennen das Gefühl. Ein gemeinsames Medienfasten hilft beiden, sich eine Auszeit zu nehmen und zu lernen, einmal nicht erreichbar zu sein“, empfiehlt SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. Generell ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern einen bewussten Umgang mit Medien vorleben, indem sie das Handy bei Gesprächen, beim Essen, beim Spielplatzbesuch oder bei der Autofahrt lautlos zu stellen oder auszumachen.

      Absprachen treffen
      Verabredet die Familie bei den Medien zu fasten, legen alle gemeinsam fest, welche Geräte an welchen Tagen oder zu welchen Zeiten Pause haben, z. B. ein medienfreier Tag pro Woche. Es kann auch vereinbart werden, ein Tagebuch zu führen, um die gesammelten Eindrücke festzuhalten und zu besprechen. Etwa: Was habe ich vermisst? Habe ich mich gelangweilt? Was habe ich stattdessen getan? So wird daraus ein gemeinsames Erlebnis für die ganze Familie. Um den Ehrgeiz für ältere Kinder zu erhöhen, kann man das Medienfasten zur „Challenge“ machen. Handysektor bietet unter <link http: www.handysektor.de challenge _blank external-link-new-window einen externen link in einem neuen>www.handysektor.de/challenge im Rahmen der „Real-Life-Challenge“ dazu ein Kartenspiel.

      Regeln finden
      Auch außerhalb des Medienfastens ist es sinnvoll, Absprachen für die Mediennutzung zu treffen. Zum Beispiel hat das Handy beim Essen, bei den Hausaufgaben oder vor dem Schlafengehen Sendepause. Am besten halten sich daran alle in der Familie. Dafür kann man einen „Handyparkplatz“ einrichten. Bei Medienzeiten gilt als Orientierung: bei Kindern ab drei Jahren nicht länger als zehn Minuten pro Lebensjahr am Tag, bei Kindern ab zehn Jahren eine Stunde pro Lebensjahr in der Woche. Also bei drei Jahren 30 Minuten am Tag, bei zehn Jahren zehn Stunden pro Woche. Mit zunehmenden Alter können sich Kinder die Zeit selbst einteilen. Vorlagen für Vereinbarungen finden Eltern unter www.mediennutzungsvertrag.de und <link http: www.surfen-ohne-risiko.net netzregeln _blank external-link-new-window einen externen link in einem neuen>www.surfen-ohne-risiko.net/netzregeln.

      Alternativen anbieten
      Ein medienfreier Tag eignet sich in Familien mit jüngeren Kindern gut, um mal wieder Brettspiele hervorzuholen. Statt Hörbüchern können Familien sich gegenseitig Geschichten erzählen oder reihum erfinden, ein eigenes Memory mit den Lieblingsfiguren aus den Medien gestalten oder ein Medienquiz veranstalten: Jeder in der Familie malt reihum einen Fernsehhelden. Wer die Figur am schnellsten errät, gewinnt. Alternativ kann man auch den Namen der Figur auf einen Klebezettel schreiben und einem Mitspieler auf die Stirn kleben. Jede/r stellt reihum Fragen zur Figur, die mit Ja oder Nein beantwortet werden. Oder man pfeift oder summt eine Melodie aus einem bekannten Film oder einer bekannten Sendung, die die anderen erraten müssen. Dies fördert die Kreativität, ist aber auch ein guter Anlass, über Medienvorlieben und Lieblingsfiguren zu sprechen.

      „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundes-ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

      (Quelle: Pressemitteilung vom 29. März 2017)
      Meldung vom 19.01.2016