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      Meldung vom 18.11.2014

      KJM: Jugendmedienschutz ist eine globale Herausforderung

      In seiner Begrüßung betonte der KJM-Vorsitzende Siegfried Schneider die wachsende Verantwortung von Unternehmen im Jugendmedienschutz: „Politik, Medienaufsicht und große Internet- und Medienunternehmen müssen angesichts der zunehmenden Medienkonvergenz und Digitalisierung an einem Strang ziehen und gemeinsam Lösungskonzepte entwickeln. Dabei sind insbesondere Global Player gefragt, Instrumente für eine rasche und entschiedene Bekämpfung vor allem von illegalen Inhalten zu entwickeln und umzusetzen.“

      Die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs mit der Industrie zu Fragen des Jugendmedienschutzes unterstrich auch Dr. Michael Busch, Project Officer of Inclusion, Skills and Youth der DG Connect der Europäischen Kommission, in seiner Keynote. Mit der Initiative „CEO Coalition to make the Internet a better place for kids“ habe die EU-Kommission das Gespräch mit der Wirtschaft aufgenommen, was zu einer Sensibilisierung und ersten Maßnahmenumsetzung auf Unternehmensebene geführt habe. Als ein Modell mit Vorbildcharakter im EU-Vergleich hob Dr. Busch außerdem das deutsche System der „regulierten Selbstregulierung“ hervor.

      Einigkeit herrschte während der Paneldiskussion vor allem in einem Punkt: Angesichts der vielfältigen Herausforderungen im Internet müssten über staatliche Grenzen hinaus wirksame Technologien, wie beispielsweise Klassifizierungstools für nutzergenerierte Inhalte, entwickelt werden. Dafür gibt es bereits vielversprechende Ansätze, wie das Projekt „You rate it“, das Wim Bekkers, Direktor des Netherlands Institute for Audiovisual Media, vorstellte. Ziel dieser Initiative sei die Erhöhung der Transparenz im Internet: Mit Hilfe eines Bewertungssystems können sowohl Anbieter als auch Nutzer Internetinhalte bestimmten Kategorien zuordnen.

      Prof. Dr. Mark D. Cole, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht, sprach außerdem von der Notwendigkeit, gesetzliche Regelungen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zu harmonisieren. Aufgrund von unterschiedlichen Wertesystemen sei dies jedoch eine große Herausforderung. Sabine Frank, Leiterin Regulierung, Jugendschutz und Medienkompetenz bei Google Germany, wies auf Maßnahmen des Unternehmens zum Schutz von Kindern und Jugendlichen hin. Sie betonte, dass die Bereitschaft von Unternehmen, sich an Selbstregulierungsinitiativen wie der „CEO Coalition“ zu beteiligen, grundsätzlich sehr groß sei.

      Der KJM-Vorsitzende zog eine positive Bilanz der Veranstaltung: „Die lebhafte Diskussion zeigt, dass wir im Jugendmedienschutz mehr denn je eine Gesamtstrategie brauchen, in die alle beteiligten Akteure eingebunden werden und ihren Teil der Verantwortung wahrnehmen.“

      Weitere Infos unter:
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      Meldung vom 18.11.2014