JUUUPORT: unterstützen Jugendliche Gleichaltrige bei Problemen im Internet
Erste Hilfe im Netz
Beratung auf Augenhöhe
JUUUPORT ist eine bundesweite Aufklärungs- und Beratungsplattform für junge Menschen, die Probleme im Internet haben. Ehrenamtlich aktive Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland, die JUUUPORT-Scouts, helfen Gleichaltrigen vertraulich bei Online-Problemen wie Cybermobbing, Mediensucht, sexueller Belästigung, Datenklau, Fake News und problematischen Schönheitsidealen. Die Beratung ist kostenlos.
Die rund 30 aktiven JUUUPORT-Scouts sind zwischen 14 und 23 Jahre alt und durchlaufen eine mehrstufige Ausbildung, in der sie von erwachsenen Expert:innen die wichtigsten Basics für die ehrenamtliche Beratungstätigkeit erlernen.
Der Peer-to-Peer-Ansatz ist ein zentrales Merkmal der Beratungsarbeit, für das JUUUPORT seit der Gründung im Jahr 2010 steht. Die ehrenamtliche Arbeit ist für viele JUUUPORT-Scouts eine Herzensangelegenheit. Besonders denjenigen, die bereits selbst negative Erfahrungen im Netz gemacht haben, ist es ein Anliegen, anderen zu helfen und sie bei ihren Problemen zu unterstützen.
Aktive Aufklärungsarbeit
Neben der Beratung betreibt JUUUPORT aktive Aufklärungs- und Präventionsarbeit. Auf der Website gibt es umfassende Ratgeber und Meldungen zu aktuellen Online-Themen und -Gefahren. Die JUUUPORT-Scouts treten außerdem in der Presse und bei Veranstaltungen auf und führen Aufklärungskampagnen in den sozialen Medien des Projektes durch (v.a. auf Instagram, TikTok und YouTube). Auf diesen Wegen sensibilisieren sie ihre Peer-Group für problematische Inhalte und Interaktionsrisiken im Internet und geben konkrete Handlungstipps für einen selbstbewussten, reflektierten und kritischen Umgang mit digitalen Medien.
Meldeverhalten junger Menschen stärken
Gewalt, gefährliche Challenges, Hass und Hetze: Es gibt viele Inhalte im Internet, die problematisch sind. Einige davon sind sogar strafbar. Über das Meldeformular auf JUUUPORT.de können junge Menschen solche Inhalte direkt an die Internet-Beschwerdestellen jugendschutz.net, FSM e.V. und eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. senden. Sie bearbeiten die Meldungen. So sorgen Jugendliche dafür, das Internet für sie selbst und ihre Altersgenoss:innen zu einem besseren Ort zu machen.
Angebot für Schulen
JUUUPORT bietet darüber hinaus Online-Workshops für Schulklassen zu den Themen Cybermobbing, sexuelle Belästigung, Stress bei WhatsApp, Fake News und Mediensucht an. In den Workshops werden Schüler:innen über das jeweilige Online-Problem aufgeklärt. Ihnen wird vermittelt, wie sie sich und andere davor schützen und wo sie Hilfe finden können, wenn sie selbst betroffen sind. So macht JUUUPORT junge Menschen für einen rücksichtsvollen Umgang und ein positives Miteinander im Netz stark.
Außerdem können Schulen verschiedene Informationsmaterialien von JUUUPORT nutzen, um auf das Hilfsangebot aufmerksam zu machen. Neben Postern und Flyern gibt es auch Broschüren mit Tipps für das eigene Online-Verhalten.
Preise
Für das ehrenamtliche Engagement der JUUUPORT-Scouts sowie für das medienpädagogische Konzept wurde das Projekt mit zwölf renommierten Preisen ausgezeichnet.
Der Verein
JUUUPORT wurde im Jahr 2010 von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) ins Leben gerufen. Getragen wird die Plattform vom gemeinnützigen Verein JUUUPORT e.V., dessen Mitglieder neben der NLM auch folgende Landesmedienanstalten sind: Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, Medienanstalt Rheinland-Pfalz und Medienanstalt Hessen.
JUUUPORT e.V. unterstützt junge Menschen bei Problemen im Netz und setzt sich für einen respektvollen Umgang in der Onlinekommunikation ein.
