Liebe Leserinnen und Leser,
unser Newsletter informiert Sie über aktuelle Ausschreibungen, Wettbewerbe, Veranstaltungen und Projekte aus verschiedenen medienpädagogischen Angeboten. Das Film & Medienbüro Niedersachsen stellt diesen Newsletter im Auftrag der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) und des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung zusammen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.medienpaedagogischeratlas-niedersachsen.de
Wenn Sie medienpädagogische Veranstaltungen, Wettbewerbe oder Projekte planen, die im Medienpädagogischen Atlas Niedersachsen veröffentlicht werden sollen, bitten wir Sie um die Zusendung von Informationen. Gerne veröffentlichen wir auch Projektberichte und Beiträge aus der medienpädagogischen Praxis (mit Fotos). Informationen bitte an info@medienpaedagogischeratlas-niedersachsen.de
Wir wünschen allen einen erholsame Sommerzeit.
Der nächste Newsletter erscheint am 15. August 2019.
- Tagungen und Seminare
- Wettbewerbe
Dieter Baacke Preis 2026
Bewerbungsschluss: jährlich 31. Juli
Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnen die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in Deutschland aus. Ziel ist es, herausragende medienpädagogische Projekte und Methoden aktiver Medienarbeit zu würdigen und bekannt zu machen. Bewerben können sich realisierte Projekte, die Kindern, Jugendlichen und Familien einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien vermitteln und damit die Medienkompetenz fördern.
Der Sonderpreis widmet sich im Rahmen des Dieter Baacke Preises alljährlich einem anderen Schwerpunkt und ermöglicht über die festgelegten Kategorien hinaus, wichtige aktuelle Themen zu bearbeiten. Der Dieter Baacke Preis zeichnet medienpädagogische Projekte unabhängig von diesem inhaltlichen Schwerpunkt in fünf weiteren Kategorien aus. Die Kategorien sind mit jeweils 2.000,- € dotiert.
Der Sonderpreis 2026 wird zum Thema „Pick-Me-Girls und Alphamales – geschlechtersensible Medienbildung in digital geprägten Lebenswelten“ verliehen.
Ob Tradwives, Incels, Pick-Me-Girls oder Alphamales – online begegnen junge Menschen häufig Phänomenen aus der Anti-Gender-Bewegung und toxischen Männlichkeitskulturen wie der Manosphere. Auf Social-Media-Plattformen werden starre Geschlechterrollenbilder, antifeministische Erzählungen und digitalisierter Hass verbreitet, was Identität, Beziehungen und Selbstwertgefühl beeinflussen kann. Der Sonderpreis 2026 sucht daher medienpädagogische Projekte, die dabei unterstützen, solche Ideologien und Narrative zu erkennen, kritisch einzuordnen und ihnen selbstbewusst entgegenzutreten. Ausgezeichnet werden u. a. Ansätze aus der Kinder-, Jugend-, Jungen*- und Mädchen*-Arbeit, die alternative Vorbilder sichtbar machen, Empathie fördern, demokratische Werte stärken und gemeinsam mit jungen Menschen Wege für einen respektvollen, geschlechterreflektierten und solidarischen Umgang in digitalen Räumen entwickeln.
Bewerben können sich in allen Kategorien außerschulische oder in Kooperation mit Schulen tätige medienpädagogische Projekte mit einem hohen Anteil an aktiver Teilhabe und Befähigung von Kindern und Jugendlichen. Die Projekte sollten im Vorjahr oder in diesem Jahr entstanden und bis zum Einsendschluss abgeschlossen sein. Im Fokus des Preises stehen Methoden und Modelle handlungs- und teilhabeorientierter, kreativer Medienpädagogik.
Weitere Infos unter www.dieterbaackepreis.de
Dieter Baacke (1934 – 1999) war Professor für Pädagogik an der Universität Bielefeld. Von 1984 – 1999 war er Vorsitzender der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK). Sein pädagogisch begründeter Begriff der Medienkompetenz inspiriert dauerhaft Wissenschaft, Praxis und Politik.
Meduc Award 2026
Einsendeschluss: 1. August 2026
Der Meduc Award ist ein Mediennachwuchspreis und Wettbewerb für junge Kreative. Unter dem Motto „Du hast was zu zeigen? Dann her damit!“ sind Schüler*innen, Auszubildende, Student*innen und Absolvent*innen bis 1 Jahr nach abgeschlossener Ausbildung eingeladen, ihre kreativen Ideen umzusetzen und die Projekte einzureichen.
Es gibt folgende Kategorien: Musik, Print, Film und Multimedia/Animation
Weitere Infos unter: www.meduc-award.de
Deutscher Multimediapreis 2026
Einsendeschluss: 20. Juli 2026
Jahresthema 2026: Glow
Der Deutsche Multimediapreis mb21 prämiert die digitalen Arbeiten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahren. Der bundesweite Kreativwettbewerb, prämiert herausragende Medienprojekte. Der Preis verfolgt das Ziel, junge Menschen zu ermutigen und zu befähigen, Medien selbstbestimmt, kritisch und kreativ zu nutzen.
Ausgeschrieben ist eine freie Themenwahl und ein wechselndes Jahresthema.
Mit dem Jahresthema „Glow“ lädt der Deutsche Multimediapreis mb21 dazu ein, eine ganz eigene Antwort auf diese Fragen zu finden. Wie gestaltet ihr mit digitalen Technologien euren Alltag möglichst schön? Was bringt euch verlässlich zum Lachen oder macht euch einfach gute Laune?
Weitere Infos unter: www.mb21.de
Niedersächsischer Schulbibliothekswettbewerb 2026
Einsendeschluss: 24. Juni 2026
Der Niedersächsische Schulbibliothekstag ist eine jährliche Fachtagung zum Thema Schulbibliothek. Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung von Impulsen für die Arbeit in und mit der Schulbibliothek sowie der Austausch untereinander. Im Rahmen des Niedersächsischen Schulbibliothekstages wird der Preis für den Niedersächsischen Schulbibliothekswettbewerb verliehen. Der Wettbewerb steht in jedem Jahr unter einem anderen Motto und regt Schüler:innen an, sich mit der Schulbibliothek der eigenen Schule auseinanderzusetzen.
Motto 2026: Gesucht wird der kreativste Erklärfilm.
Der Erklärfilm kann mehrere Szenen des Buches oder den Inhalt des Buches insgesamt umfassen. Er sollte min. 1,5 und max. 2 min. lang sein und neugierig auf das vorgestellte Buch machen. Es kann ein erzählendes Buch oder ein Sachbuch sein.
Die Preisverleihung erfolgt am 1. Oktober 2026 beim Niedersächsischen Schulbibliothekstag in Tostedt.
Weitere Infos unter www.alf-hannover.de/meldungen/2026/niedersaechsischer-schulbibliothekswettbewerb-2026
- Literaturtipps
Dieter Baacke Preis Handbuch 14: Instagram und YouTube der (Pre-)Teens
Friederike von Gross/Renate Röllecke (Hrsg.)
Kinder und Jugendliche nutzen Social Media-Plattformen regelmäßig und auf vielfältige Weise: Das eigene Instagram-Profil, der gar nicht so private YouTube-Kanal, selbstinszenierte Clips mit der Video- und Musik-App TikTok. Zudem folgen sie zahlreichen Influencer*innen und bleiben über die Apps mit ihren Freund*innen in Kontakt. Die Bandbreite der Plattformen bietet für die 9- bis 16-jährigen Tweens und Teens einen Experimentier- und Orientierungsraum auf dem Weg zum Erwachsenwerden.
Die vorliegenden Beiträge bieten Anregungen, die digitalen Aktionsräume und Medienkulturen der (Pre-)Teens wahrzunehmen und pädagogisch zu begleiten. Denn vielfältige Entwicklungsaufgaben lassen sich mit den digitalen Aktivitäten verbinden: Selbstwirksamkeit, Selbstausdruck, das Erproben und Entwickeln von Identitäts- und Geschlechtsrollen. Auch Prozesse der Ablösung, Autonomie und Vergemeinschaftung stehen im Kontext digitalen Handelns. Zudem eignen sich Kinder und Jugendliche hierbei vielfältige Sachkompetenzen an. Nicht zuletzt ermöglicht das digitale Medienhandeln den Heranwachsenden eine aktive Teilhabe an Kultur und Politik.
Zugleich birgt die digitale Alltagskultur für Kinder und Jugendliche Risiken, die über das bekannte Cybermobbing hinausgehen: Sie können auf sexistische, rassistische oder radikal-religiöse Inhalte sowie auf Verschwörungstheorien treffen. Es begegnen ihnen zwiespältige Rollen- und Körperbilder und eine kontinuierliche Aufforderung zur Selbstoptimierung und Selbstdarstellung. Gerade die jüngeren Nutzer*innen benötigen Orientierung in der digitalen Lebenswelt. Hier ist pädagogische Begleitung und Unterstützung gefordert, um – auch mit kreativen Methoden – die Analyse- und Kritikfähigkeit der Heranwachsenden zu entwickeln und um ihnen kulturelle und politische Teilhabe in der digitalen Welt zu erschließen.
Der Band reflektiert das Medienhandeln von Mädchen und Jungen auf dem Weg zum Erwachsensein und vermittelt dazu auch Methoden und Ansätze der praktischen medienpädagogischen Arbeit. Mit dem Dieter Baacke Preis werden alljährlich medienpädagogische Projekte ausgezeichnet, die mit Kindern und Jugendlichen entstehen. Im zweiten Teil des Handbuches sind diese prämierten Projekte auch in Form von Interviews mit den Macher*innen dokumentiert.
GMK-Schriftenreihe zur Medienpädagogik: Medienbildung für alle – Digitalisierung. Teilhabe. Vielfalt.
Digitalisierung und entsprechende Medienbildung gehen uns alle an. Wie kann Medienpädagogik den gesellschaftlichen Prozess der Inklusion begleiten? Welche Ansätze und Methoden gibt es bereits? Welche Voraussetzungen und Unterstützung müssen gegeben werden, um inklusive Medienbildung umzusetzen und weiterzubringen? Der 55. Band der GMK-Reihe „Schriften zur Medienpädagogik“, der im September im kopaed-Verlag erscheint, liefert aus unterschiedlichen Blickwinkeln viele Anregungen, wie eine breite Umsetzung inklusiver Medienbildung gestaltet werden kann.
Der erste Artikel „Check your privilege – Intersektionale Perspektiven auf digitalisierte Medienkulturen" von Ricarda Drüeke ist bereits vorab online unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0 verfügbar. Die Autorin greift darin unter anderem die PussyHat Bewegung und Beispiele des Hashtag-Aktivismus auf. Dabei geht sie von einem intersektionalen Ansatz aus, der die Verzahnung verschiedener Formen der Diskriminierung betrachtet. In ihrem Beitrag diskutiert sie Potentiale, Schwierigkeiten und Herausforderungen digitalisierter Medienkulturen im Hinblick auf Teilhabe und Inklusion.
Alle weiteren Beiträge des Bandes werden sukzessive und kostenlos unter der freien Lizenz auf www.gmk-net.de/publikationen/artikel/ zur Verfügung gestellt. Details zur Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode
Infos zum Band:
Marion Brüggemann/Sabine Eder/Angela Tillmann (Hrsg.): Medienbildung für alle – Digitalisierung. Teilhabe. Vielfalt. Schriften zur Medienpädagogik 55. München: kopaed (September 2019) | Bezug über www.kopaed.de





