Liebe Leserinnen und Leser,
unser Newsletter informiert Sie über aktuelle Ausschreibungen, Wettbewerbe, Veranstaltungen und Projekte aus verschiedenen medienpädagogischen Angeboten. Das Film & Medienbüro Niedersachsen stellt diesen Newsletter im Auftrag der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) und des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung zusammen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.medienpaedagogischeratlas-niedersachsen.de
Wenn Sie medienpädagogische Veranstaltungen, Wettbewerbe oder Projekte planen, die im Medienpädagogischen Atlas Niedersachsen veröffentlicht werden sollen, bitten wir Sie um die Zusendung von Informationen. Gerne veröffentlichen wir auch Projektberichte und Beiträge aus der medienpädagogischen Praxis (mit Fotos). Informationen bitte an info@medienpaedagogischeratlas-niedersachsen.de
Der nächste Newsletter erscheint am 20. Juni 2019.
- Tagungen und Seminare
JugendMedienCamp NordWest
Wann: 13.-17. Mai 2026
Wo: Loxstedt
Das JugendMedienCamp NordWest richtet sich an alle medieninteressierten Jugendlichen aus Deutschland, insbesondere dem norddeutschen Raum. Die Teilnehmer*innen zwischen 14 und 27 Jahren können sowohl Neueinsteiger*innen als auch bereits erfahrene Medienmacher*innen sein. Auf dem JugendMedienCamp NordWest erhalten die Medienmacher*innen die Möglichkeit, vorhandenes Wissen zu vertiefen und Neues zu erfahren.
Den Teilnehmer*innen wird eine Mischung aus Workshops aus den Bereichen Kunst, Medien und Performance, Diskussionsrunden, Politik und Kultur geboten. Neben dem Ziel, sich fortzubilden, geht es auch um die Vernetzung und das Knüpfen von Kontakten.
Weitere Infos unter: http://jmc-nw.de
- Wettbewerbe
NLM: Niedersächsischer Medienpreis 2026
Einsendeschluss: 1. Juli 2025
Bewerben können sich niedersächsische Medienschaffende und Nachwuchstalente mit ihren Audio- und Videobeiträgen. Mit dem Niedersächsischen Medienpreis würdigt die NLM Beiträge, die durch publizistische Qualität, gesellschaftliche Relevanz und originelle Umsetzung überzeugen. Ziel ist es, innovative Formate sichtbar zu machen, Qualitätsjournalismus zu stärken und die Medienvielfalt in Niedersachsen zu fördern.
Der Niedersächsische Medienpreis 2026 wird in folgenden sechs Preiskategorien vergeben:
- Beste Audioproduktion – Unterhaltung
- Beste Audioproduktion – Information
- Beste Videoproduktion – Unterhaltung
- Beste Videoproduktion – Information
- Beste Audioproduktion – Schule
- Beste Nachwuchsproduktion
Darüber hinaus steht es der Jury frei, zusätzlich einen Sonderpreis für herausragende Leistungen zu vergeben.
Der Niedersächsische Medienpreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Das Preisgeld beträgt in den Kategorien Information, Unterhaltung und Nachwuchs jeweils 2.500 Euro. Für die Kategorie Schule werden 1.000 Euro und für den Sonderpreis 1.500 Euro vergeben.
Die Verleihung des Niedersächsischen Medienpreises findet am 3. Dezember 2026 im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung im Schauspielhaus Hannover statt.
Weitere Infos:
www.nlm.de/aktuell/medienpreis
durchgedreht 24 Selbstfilmfest
Wann: 26. - 28. Juni 2026
Wo: Braunschweig
Der Durchgedreht-24-Verein veranstaltet jährlich in Braunschweig ein Selbstfilmfest. Bei diesem drehen die jeweiligen Teams in nur 24 Stunden einen Kurzfilm unter besonderen Bedingungen: Maximal 5 Minuten Länge, 3 Begriffe einbauen, 1 Kamera und das Wichtigste: Null Schnitt!
Durch den Enthusiasmus, den die Teilnehmer*innen jedes Jahr mitbringen, entsteht eine unglaubliche Vielfalt an Filmen, die das Festival so besonders machen. Filmbegeisterte, ob jung oder alt, kommen aus allen Regionen Deutschlands für das Festival nach Braunschweig. Sie treten meist in Teams von drei bis sechs Personen an. Das Projekt versteht sich als Plattform für alle Filminteressierten, die es selbst einmal wagen möchten, eine Kamera in die Hand zu nehmen, ihren Ideen freien Lauf zu lassen und sich wie die großen Filmemacher*innen anschließend einer fachkundigen Jury zu stellen.
Weitere Infos und zur Anmeldung unter:
www.durchgedreht24.de
Dieter Baacke Preis 2026
Bewerbungsschluss: jährlich 31. Juli
Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnen die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in Deutschland aus. Ziel ist es, herausragende medienpädagogische Projekte und Methoden aktiver Medienarbeit zu würdigen und bekannt zu machen. Bewerben können sich realisierte Projekte, die Kindern, Jugendlichen und Familien einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien vermitteln und damit die Medienkompetenz fördern.
Der Sonderpreis widmet sich im Rahmen des Dieter Baacke Preises alljährlich einem anderen Schwerpunkt und ermöglicht über die festgelegten Kategorien hinaus, wichtige aktuelle Themen zu bearbeiten. Der Dieter Baacke Preis zeichnet medienpädagogische Projekte unabhängig von diesem inhaltlichen Schwerpunkt in fünf weiteren Kategorien aus. Die Kategorien sind mit jeweils 2.000,- € dotiert.
Der Sonderpreis 2026 wird zum Thema „Pick-Me-Girls und Alphamales – geschlechtersensible Medienbildung in digital geprägten Lebenswelten“ verliehen.
Ob Tradwives, Incels, Pick-Me-Girls oder Alphamales – online begegnen junge Menschen häufig Phänomenen aus der Anti-Gender-Bewegung und toxischen Männlichkeitskulturen wie der Manosphere. Auf Social-Media-Plattformen werden starre Geschlechterrollenbilder, antifeministische Erzählungen und digitalisierter Hass verbreitet, was Identität, Beziehungen und Selbstwertgefühl beeinflussen kann. Der Sonderpreis 2026 sucht daher medienpädagogische Projekte, die dabei unterstützen, solche Ideologien und Narrative zu erkennen, kritisch einzuordnen und ihnen selbstbewusst entgegenzutreten. Ausgezeichnet werden u. a. Ansätze aus der Kinder-, Jugend-, Jungen*- und Mädchen*-Arbeit, die alternative Vorbilder sichtbar machen, Empathie fördern, demokratische Werte stärken und gemeinsam mit jungen Menschen Wege für einen respektvollen, geschlechterreflektierten und solidarischen Umgang in digitalen Räumen entwickeln.
Bewerben können sich in allen Kategorien außerschulische oder in Kooperation mit Schulen tätige medienpädagogische Projekte mit einem hohen Anteil an aktiver Teilhabe und Befähigung von Kindern und Jugendlichen. Die Projekte sollten im Vorjahr oder in diesem Jahr entstanden und bis zum Einsendschluss abgeschlossen sein. Im Fokus des Preises stehen Methoden und Modelle handlungs- und teilhabeorientierter, kreativer Medienpädagogik.
Weitere Infos unter www.dieterbaackepreis.de
Dieter Baacke (1934 – 1999) war Professor für Pädagogik an der Universität Bielefeld. Von 1984 – 1999 war er Vorsitzender der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK). Sein pädagogisch begründeter Begriff der Medienkompetenz inspiriert dauerhaft Wissenschaft, Praxis und Politik.
- Sonstiges
Digitalpakt Schule: Gemeinsame Fortbildungen für Lehrkräfte – Bremen und Niedersachsen schließen Kooperationsvereinbarung
Bei der Umsetzung des Digitalpakts Schule werden die Länder Niedersachsen und Bremen eng zusammenarbeiten. Das geht aus einer Kooperationsvereinbarung hervor, die Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne und die Bremer Senatorin für Kinder und Bildung, Dr. Claudia Bogedan, unterzeichnet haben.
Insbesondere im Bereich der Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte beider Bundesländer soll die Zusammenarbeit forciert werden, wie dem Vereinbarungstext zu entnehmen ist. Unter anderem soll geprüft werden, ob eine gemeinsame länderübergreifende Plattform für Onlinekurse, Webinare oder andere Formen der Online-Qualifizierung von Lehrkräften im Rahmen des Digitalpakts Schule entwickelt werden kann. Zudem wird eruiert, inwieweit die beiden Länder bei der Überarbeitung von Bildungsplänen zusammenarbeiten können. Neben dem Digitalpakt Schule bildet die KMK-Strategie „Bildung in der Digitalen Welt“ die Grundlage der Kooperationsvereinbarung. In dieser haben sich die Länder das Ziel gesetzt, ihre Lehrkräfte fit für den Einsatz digitaler Medien zu machen und die Lehrpläne an die KMK-Strategie anzupassen.
„Niedersachsen und Bremen pflegen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in Bildungsfragen – es ist daher konsequent und zielführend, dass wir gerade auch das Lehren und Lernen in einer zunehmend digitalen Welt gemeinsam ausgestalten“, erläutert Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. „Gute Ideen und Konzepte zu teilen und zusammen noch besser zu machen, ist eine der großen Chancen, die wir nutzen sollten. Bei der Fort- und Weiterbildung können wir positive Synergien schaffen. Bereits jetzt nehmen jährlich 20.000 niedersächsische Lehrkräfte an Fortbildungen rund um das Thema Medienbildung teil, das ist ein gutes Fundament, auf dem wir aufbauen können. Aber auch wichtige andere Begleitmaßnahmen, die den Digitalpakt Schule nachhaltig gestalten, sind länderübergreifend effizienter realisierbar. Dies gilt z. B. für die Bereitstellung digitaler Unterrichtsmedien ebenso wie für Entwicklung von Unterrichtsbeispielen und Medienbildungskonzepten.“
„Wir haben uns im Rahmen des Digitalpaktes sehr viel vorgenommen. Das gilt sowohl für die schnell auszubauende technische Infrastruktur im Land Bremen als auch für die notwendigen Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte. Das Feld ist sehr umfangreich. Im Bremer Landesinstitut für Schule werden Qualifizierungsmaßnahmen und Fortbildungen angepasst und weiterentwickelt, mit denen Lehrkräfte digitale Medien für ihren jeweiligen Fachunterricht professionell und didaktisch sinnvoll nutzen sowie inhaltlich reflektieren können. Es haben aber auch schon zahlreiche Qualifizierungsmaßnahmen und Fortbildungsveranstaltungen stattgefunden, beispielsweise ein Blended Learning-Angebot (Präsenz-Lernszenarien wie ein Seminartag und virtuelle Online-Lernsettings wie Webinare oder Tutorials in der Schulleitungsqualifizierung, eine auf Itslearning basierende didaktische Aufbereitung inklusiver Unterrichtsangebote für den Deutschunterricht (WIDu) und die Neuauflage der „Media-Coach-Qualifizierung“. Zudem war die erste Veranstaltungsreihe zu „Calliope“ ein im wahrsten Sinne des Wortes voller Erfolg. Viele Angebote sind in Planung und wir freuen uns auf die Kooperation mit Niedersachsen, die sicherlich viele Anregungen und Synergien hervorbringen wird“, sagt Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung des Landes Bremen.
Über den Digitalpakt Schule erhält Niedersachsen 470 Millionen Euro vom Bund. Hinzu kommt eine Aufstockung durch das Land um rund 52 Millionen Euro. Damit stehen über 522 Millionen Euro für die Verbesserung der IT-Bildungsinfrastruktur an Niedersachsens Schulen zur Verfügung. Für das Land Bremen sind Mittel aus dem Digitalpakt in Höhe von insgesamt 48 Millionen Euro vorgesehen. Die Förderung über den Digitalpakt Schule läuft bis 2024.
(Quelle: P.M. vom 22.05.2019 Niedersächsisches Kultusministerium)
Digitalpakt: 522 Millionen Euro für die Verbesserung der schulischen IT-Bildungsinfrastruktur
Die Niedersächsische Landesregierung wird den „Digitalpakt Schule“ zügig umsetzen. Das hat Niedersachsens Kultusminister Tonne nach einer Kabinettsbefassung mit dem Digitalpakt am 30. april 2019 bekanntgegeben. „Die Förderanträge können ab August 2019 gestellt werden. Eine entsprechende Förderrichtlinie, über die die Schulträger ab diesem Zeitpunkt Mittel beantragen können, ist in der Vorbereitung“, so Kultusminister Tonne.
Über den Digitalpakt Schule erhält Niedersachsen 470 Millionen Euro vom Bund. Hinzu kommt eine Aufstockung durch das Land um rund 52 Millionen Euro. Damit stehen bis 2024 über 522 Millionen Euro für die Verbesserung der IT-Bildungsinfrastruktur an Niedersachsens Schulen zur Verfügung. 90 Prozent der Summe gehen direkt an die Schulen. 10 Prozent der Summe sind landesweiten und länderübergreifenden Projekten vorbehalten. Den Schulen in Deutschland stehen über den Digitalpakt für die kommenden fünf Jahre insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung.
Im Interesse von Schulen und Schulträgern sei gewährleistet, dass das Antragsverfahren schlank gehalten werde und die Mittel schnell fließen könnten. Gleichzeitig werde eine hohe pädagogische Qualität gesichert, führte Kultusminister Tonne aus. Verwaltungstechnisch werde die Abwicklung über eine erweiterte Version der den Kommunen bekannten Software „KIP-Manager“ organisiert. Mit dieser setzt das Niedersächsische Innenministerium derzeit die Kommunalen Investitionsprogramme KIP I und KIP II um.
Die Verwendungszwecke der Mittel seien über die Bund-Länder-Vereinbarung wie auch über die Förderrichtlinie des Landes klar definiert, erläuterte der Kultusminister weiter.
Tonne: „Es geht um den Aufbau nachhaltiger Strukturen wie WLAN-Ausleuchtung, digitale Lernplattformen, Anzeigegeräte in Klassenräumen wie zum Beispiel interaktive Tafeln, aber auch digitale Arbeitsplätze insbesondere in der berufsbezogenen Ausbildung und in den Naturwissenschaften.“
Die Anschaffung von mobilen Endgeräten wie Tablets sei erst nachrangig möglich, wenn eine Schule bereits die dafür erforderliche Infrastruktur vorhalte. „Zudem arbeiten wir an Regelungen, um abzusichern, dass wir mit Blick auf den Einsatz mobiler Endgeräte keine soziale Spaltung bekommen. Wir werden die Bezuschussung der Anschaffung von digitalen Endgeräten für Kinder von Eltern mit geringem Einkommen regeln. Hierfür erarbeiten wir derzeit ein tragfähiges Konzept.“
Der Richtlinienentwurf des Niedersächsischen Kultusministeriums zum Digitalpakt sieht die Förderung der Schulen über zwei Säulen vor: Zum einen soll es einen Sockelbetrag von 30.000 Euro für jede Schule ab einer Anzahl von 60 Schülerinnen und Schülern geben. Damit soll gewährleistet werden, dass alle Schulen vom Digitalpakt profitieren. Mit diesen rund 90 Millionen Euro oder rund 19 Prozent der Gesamtsumme steht den Schulen ein Basisbetrag zur Verfügung. Der Sockel muss vom Schulträger jeder einzelnen Schule verbindlich zur Verfügung gestellt werden. Kleine Schulen mit weniger als 60 Schülerinnen und Schülern bekommen einen anteiligen Sockelbetrag.
Über den Sockelbetrag hinaus wird es Fördergelder pro Schülerin und Schüler geben (Kopfbetrag). Dieser Betrag wird den Kommunen entsprechend der jeweiligen Schülerzahlen zur Verfügung gestellt. Der Schulträger kann den jeweiligen Kopfbetrag dann unter den Schulen in seinem Verantwortungsbereich eigenverantwortlich aufteilen. Damit kann der Schulträger gezielte Förderungen der digitalen Bildungsinfrastruktur entlang der schulischen Realität vor Ort vornehmen.
Mit Blick auf die inhaltlichen Ziele des Digitalpaktes verdeutlichte Kultusminister Tonne, dass es bei diesem „ausdrücklich nicht um die Digitalisierung von Schule“ gehe. Die Ergänzung bewährter Lernformen werde angestrebt, nicht deren Ersatz. „Digitale Medien sind ein Lernwerkzeug von vielen. Kein digitales Lernwerkzeug anzubieten, wäre realitätsfern und würde die Schülerinnen und Schüler auch nicht optimal für das Berufsleben vorbereiten. Die Nutzung digitaler Medien ist allgegenwärtig und sie verändert auch das Lernen“, unterstrich Tonne. Und: „Wir verfolgen in Niedersachsen das Ziel, Lernen mit und über Medien dort einzubinden, wo es pädagogisch sinnvoll oder notwendig ist. Es geht um Lehren und Lernen in einer zunehmend digitalen Welt.“ Aus diesem Grunde seien Medienentwicklungspläne und Medienbildungskonzepte integraler Bestandteil des Förderprogramms.




