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      Neues Hörspielprojekt von Martin Bolik für Kinder mit (und ohne) Migrationshintergrund

      Gruppenfoto beim ARD Hörbuchforum 2015

      Nach dem Hörspielstipendium der Film -und Medienstiftung NRW für das Manuskript wird nun im Rahmen der Bündnis-Förderung "Kultur macht stark" Martin Boliks Hörspielprojekt "Pepperland ist abgebrannt" (Arbeitstitel) gefördert. Ziel des Projekts ist es, Kinder mit (und ohne) Migrationshintergrund an einer internationale Hörspielproduktion zu beteiligen, in der die Mitmachenden Deutsche Sprache, Deutsche Kultur und Deutsche Geschichte kennenlernen. Die teilnehmenden Kinder -und Jugendlichen bekommen in der Zusammenarbeit mit Flüchtlingskindern die Möglichkeit, deren Mentoren zu werden und dabei Handicaps und Ängste abzubauen, Selbstvertrauen zu gewinnen, aber auch die Erlebnisse der Flüchtlingskinder zu teilen. Während der gemeinsamen Arbeit am Thema des Hörspiels können diese Erlebnisse gemeinsam verarbeitet werden. 

      Die Story behandelt in einem "fantastischen Abenteuer" das Trauma von Flüchtlings-Kindern, umgeht aber Probleme der Omnipräsenz der aktuellen Flüchtlingsthemen, in dem sie ins Jahr 1945 führt. Ein Jahr, in dem kurz vor Kriegsende viele Flüchtlingskinder die oft schlimmsten Erlebnisse ihres Lebens hatten: Vertreibung, Verfolgung, Heimatverlust.

      Zur Osterzeit versteckt sich eine Gruppe von Kindern unterschiedlichster Kulturen und Religionen in einer Harzer Heimschule für Waisen und Flüchtlingskinder. Doch so wie das Kriegsende näher rückt, rücken auch die Fronten näher: in Form von Luftangriffen, Soldaten und vermeintlichen Verrätern. Doch die Fantasie der Kinder überwindet die Albträume und Schatten des Krieges und lässt sie einen Geheimbund für Erzähler gründen, damit die übrig gebliebenen schönen Erinnerungen an ihre Kindheit nicht in Vergessenheit geraten. Ein überlebender Junge des Gustloff-Unglücks, wird als Auserwählter entdeckt, der diesen Bund nicht nur zu einer Institution machen soll, die Erzählungen und ihre Helden am Leben erhält. Er ist berufen als späterer Kapitän ein Schiff zu befehligen, das diese Helden an Bord hat, und er soll in Schulklassen der realen Außenwelt darüber erzählen. Es ist die Klipperkogge, Zeitschiff im Auftrag des Geheimbund der Zauberköche. Doch diese Zukunft ist durch die Bedrohungen des Krieges in ständiger Bewegung… (Rechte beim Verlag der Autoren).

      Die Regie übernimmt Theaterautorin und Regisseurin Ines Peinemann aus Altenau (Harz), die sich stark am verstorbenen Meisterregisseur des Vorgängerprojekts orientiert: Rolf Losansky (Moritz in der Litfaßsäule). Rolf Losansky hatte im Rahmen seiner Arbeit auch noch die Anfänge des aktuellen Projekts begleitet. 2015 präsentierte sich das Vorgängerprojekt „Der Zauberkoch und die Schatten der Traumlosen“ mit (z. T. traumatisierten) Kindern 90 Minuten auf dem ARD Hörspielforum der Leipziger Buchmesse. Mit über 400 Zuschauern und nachfolgenden TV und Radio-Berichten erreichten die mitwirkenden Kinder nicht nur einen Rekord, sondern auch nachhaltigen Zuwachs an Mut, Selbstvertrauen und Stolz.

      Neben den Kindern und Jugendlichen wirken auch bei "Pepperland ist abgebrannt" wieder bekannte Stimmen mit: u.a. Heinz Hoenig, Jessica Wahls (No Angels, MDR Jump), Helmut Krauss, Lea Gehrmann, Carlos de Brito und Carlo von Thiedemann. Die Songs stammen wie schon im ersten Zauberkoch-Hörspiel vom Gifhorner Musiker Volker Schlag. 

      Aus den Erfahrungen dieser Hörspiel-Produktion mit traumatisierten Kindern hat Autor und Produzent Martin Bolik zusammen mit Schülern einen Audio-Trailer zu dem neuen Hörspielprojekt produziert, der das Projekt bewirbt und beschreibt. Zu hören ist dieser auf n21 und heißt "Kires Verwandlung".

      Weitere Infos und Materialien sind zu beziehen über m.bolik(at)studio-regenbogen.de

      Meldung vom 17.11.2016